Profitieren Sie als Homelike-Vermieter vom Gesetz zur Wohnraum-Zweckentfremdung!

Worum geht es bei dem Zweckentfremdungs-Verbot von Wohnraum?

Die Zweckentfremdung von Wohnraum ist ein Phänomen, das seit einigen Jahren vermehrt in der Diskussion steht. Unter dem Begriff versteht man jede Nutzung von Wohnraum, die von Wohnzwecken abweicht. Dazu zählt z.B. die Umwandlung in Büros und Gewerbeflächen bzw. die Nutzung als Ferienwohnung, Lagerfläche oder auch Leerstand.

 

Seit Airbnb und andere Sharing Economy-Anbieter es profitabel machen, Wohnraum an Kurzzeit-Urlauber zu vermieten, wird das Phänomen der “Wohnraum-Zweckentfremdung” zunehmend als Problem betrachtet. Schließlich wird Wohnraum immer knapper, allen voran in Ballungsgebieten.

 

Viele Städte, die mit Wohnungsknappheit zu kämpfen haben, sind in den letzten jahren dagegen vorgegangen. Betroffen sind Großstädte wie Berlin, München, Hamburg und Köln. Aber auch in Regionen wie Niedersachsen hat die Landesregierung bereits ein Gesetz gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum erlassen.

Zweckentfremdung Wohnen Auf Zeit

Darum profitieren Homelike-Vermieter ohne zur Wohnraum-Zweckentfremdung beizutragen

Viele Vermieter von möblierten Wohnungen mögen sich angesichts dieser neuen Gesetze um die Zukunft ihrer Immobilien sorgen. Warum also sollten Homelike-Vermieter profitieren?

 

Zunächst müssen die Begriffe möblierte Wohnungund Wohnen auf Zeit differenzierter betrachtet werden. Denn: nicht alle möblierten Wohnungen werden auch als Ferienwohnung genutzt und damit zweckentfremdet.

 

Im Gegensatz zur Kurzzeit-Vermietung über Airbnb sind Homelike-Wohnungen nicht auf kurze Besuche oder Urlaube ausgelegt. Stattdessen bieten sie Menschen von außerhalb die Möglichkeit, für einen begrenzten Zeitraum in der jeweiligen Stadt zu leben. Die Wohnungen werden somit nicht zur Fremdenbeherbergung, sondern zu Wohnzwecken, wenn auch auf begrenzte Zeit, genutzt.

 

Homelike setzt eine Mindestmietzeit von 30 Tagen voraus, die auch eine Anmeldung des Wohnsitzes in der jeweiligen Stadt zulässt. Homelike-Vermieter können daher sicher sein, dass sie jemandem ein Zuhause geben, der beruflich für längere Zeit in der Stadt ist. Als Homelike-Vermieter helfen Sie so z.B. Fachkräften aus dem Ausland schnell und bequem ein schönes Zuhause zu finden, ohne zur eigentlichen Problematik der Wohnraum-Zweckentfremdung beizutragen.

Moebliertes Wohnen Wohnraum Zweckentfremdung

Regelungen sind regional sehr verschieden

Je nach Stadt und Bundesland gibt es individuelle Regelungen zur Wohnraum-Zweckentfremdung, die bestimmen, was erlaubt und was verboten ist. Dabei können die Bußgelder teilweise sehr hoch ausfallen. Der Höchstsatz liegt in Niedersachsen z.B. bei 50.000 €, in Berlin und München kann er jedoch bis zu 500.000 € betragen.

Das Wohnraum-Zweckentfremdungsgesetz in Berlin

In Deutschland verfügt Berlin über eines der strengsten Gesetze zu diesem Thema. Seit 2014 ähndet die Stadt die zweckentfremdete Nutzung von Wohnraum mit einem Bußgeld. Berlin hat auf diesem Wege im vergangenen Jahr etwa 2,6 Mio. € eingenommen.

 

Privatleute dürfen ganzjährig Urlaubsgäste in ihrer Hauptwohnung beherbergen, sofern diese gleichzeitig auch vom Anbieter als Wohnung genutzt wird. In Neben- und Zweitwohnung beträgt die maximale Beherbergungsdauer jedoch nur 90 Tage.

 

Die Nutzung von Wohnraum zu anderen Zwecken bedarf im gesamten Stadtgebiet einer Registrierung sowie einer Genehmigung.

Berlin Wohnraum Zweckentfremdung

Das Wohnraumschutzgesetz in Hamburg

Das Hamburger Wohnraumschutzgesetzt, auch “HmbWoSchG” abgekürzt, besagt, dass Wohnraum sich zu jeder Zeit in einem Zustand befinden muss, der den Gebrauch zu Wohnzwecken ohne Beeinträchtigungen erlaubt. Das hat auch Auswirkungen auf eine eventuelle Nutzung als Ferienwohnung.

 

Die Weitervermietung als Ferienwohnung ist in Hamburg nur zulässig, wenn es sich um die Hauptwohnung des Vermieters handelt und er die Wohnung selbst für mindestens 6 volle Monate im Jahr bewohnt. Eine kurzfristige Untervermietung von weniger als der Hälfte der Wohnung ist über das ganze Jahr zulässig, wenn der Anbieter sie gleichzeitig ebenfalls ganzjährig bewohnt.

 

Im Gegensatz zur Regelung in Berlin ist bei diesen Arten von Untervermietung keine Anmeldung notwendig.

Muenchen Wohnraum Zweckentfremdungs-Verbot

Auch in Bayern wird gegen Wohnraum-Zweckentfremdung vorgegangen

Auch in der bayrischen Landeshauptstadt München geht man inzwischen konsequent gegen Eigentümer von zweckentfremdeten Wohnungen vor. Die dauerhafte Vermietung von Wohnraum als Ferienwohnung ist verboten.

 

Erlaubt ist die Vermietung der gesamten Wohnung für insgesamt 8 Wochen im Jahr, wenn der Anbieter die Wohnung sonst regulär bewohnt wird. Alternativ dürfen Wohnungsbesitzer einen geringer Anteil der Wohnfläche an Gäste vermieten. Dazu zähl z.B. das 10m² große ehemalige Kinderzimmer einer 90m² großen Wohnung.

 

Die zuständigen Behörden haben im letzten Jahr mehr als 21.000 Wohnungen überprüft. Etwa 300 stehen inzwischen wieder für eine Vermietung zu Wohnzwecken zur Verfügung. Mit 77 Wohnungen handelte es sich jedoch nur bei dem geringste Anteil um Ferienwohnungen. Bei 120 Wohnungen hingegen wurden Leerstände bemängelt, während etwa 100 unerlaubt gewerblich genutzt wurden.

Ina Möllers

Ina Möllers is responsible for PR and Content Marketing at Homelike. She previously lived in Tokyo, London, and Berlin but recently returned to her roots in Cologne where she's trying to crack the secret to baking the world's best banana bread.